DAS DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL

Das Druckbegrenzungsventil, auch Überdruckventil genannt, sorgt in einem hydraulischen Kreislauf dafür, dass der Druck auf einen Maximalwert beschränkt wird. Mit diesem Druckbegrenzungsventil werden hydraulische Anlagen abgesichert, damit keine Schäden durch Überdruck oder Druckstöße in diesen Anlagen und Pumpen entstehen können. Ebenso können in die Rohrleitung eingebaute Druckbegrenzungsventile Überdruck auch über einen längeren Zeitraum hinweg sicher ableiten. Für jedes hydraulische System gibt es einen gewünschten Wert. Steigt der Druck so weit an, dass er diesen übersteigt, öffnet sich das Druckbegrenzungsventil und der Druck wird konstant gehalten. Damit werden die Pumpen effektiv vor Überdruck geschützt.

Lutz Kracht – LUKRA Pumpen e.K.


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DIREKT UND INDIREKT GESTEUERTES DRUCKBEGRENZUNGSVENTIL

Es gibt zwei Arten von Druckbegrenzungsventilen, das direkt und das indirekt gesteuerte Druckbegrenzungsventil:

Das direkt gesteuerte Druckbegrenzungsventil: Hier drückt die Hydraulikflüssigkeit auf ein konisch geformtes Bauteil vor der Feder des Druckbegrenzungsventils. Solange der Druck kleiner ist als die eingestellte Federkraft, bleibt das Druckbegrenzungsventil geschlossen. Steigt der Druck über die Federkraft des Ventils, wird diese von dem konischen Bauteil zusammengedrückt: Jetzt kann die Hydraulikflüssigkeit so lange abfließen, bis sich der Druck wieder normalisiert hat. Allerdings ist das direkt gesteuerte Druckbegrenzungsventil nur für einen relativ kleinen Leitungsdurchschnitt geeignet.

Das indirekt gesteuerte Druckbegrenzungsventil: Dieses besitzt eine Haupt- und eine Nebensteuerstufe. Die Federstärke in der Nebensteuerstufe sichert den zulässigen Druck. Steigt der Druck, öffnet sich zunächst das Nebensteuerventil, anschließend das Hauptsteuerventil. Die Steuerung sorgt dafür, dass zwischen dem Öffnen und Schließen des Ventils die Druckdifferenz sehr gering gehalten werden kann.

Druckbegrenzungsventile werden direkt in die Rohrleitungen eingebaut. Damit das Druckbegrenzungsventil in die Rohrleitungen eingebaut werden kann, verfügt es entweder über einen Gewinde- oder einen SAE-Anschluss. Die Druckbegrenzungsventile mit SAE-Anschluss besitzen einen Flansch und werden vor allen Dingen in den Bereichen verwendet, in denen es zu hohen Druckspitzen oder starken Vibrationen kommen kann. Stehen die hydraulischen Leitungen unter hohen mechanischen Belastungen, kommen ebenfalls Druckbegrenzungsventile mit SAE-Anschluss zum Einsatz. Das betrifft beispielsweise die Petrochemie, die Hydraulik-Industrie, die Papierindustrie, aber auch den Maschinen- und Schiffsbau. Dank der Flansche sind die Rohre mit den eingesetzten Druckbegrenzungsventilen sehr sicher.

SICHERHEIT DURCH DRUCKBEGRENZUNGSVENTILE

Ist der voreingestellte Maximaldruck erreicht, öffnet sich das Druckbegrenzungsventil. Die überschüssige Hydraulikflüssigkeit fließt dann in einen Tank oder anderen Behälter. Druckbegrenzungsventile dienen somit der Sicherheit der hydraulischen Systeme und sorgen dafür, dass nicht nur der Druck begrenzt wird, sondern auch die Flüssigkeit bei ihrer Abgabe sicher aufgefangen wird. Der maximal zulässige Druck der Druckbegrenzungsventile lässt sich in unterschiedlichen Stufen einstellen. Damit kann jedes hydraulische System entsprechend seinen Erfordernissen optimal eingestellt werden. Jedes Druckbegrenzungsventil ist mit dem entsprechenden Einstellbereich gekennzeichnet. Erst wenn der maximale Druck erreicht ist, beginnt das Druckbegrenzungsventil mit seiner Arbeit und entlastet Leitungen ebenso wie Pumpen. Ausgewählte Typen von Druckbegrenzungsventilen sind ab Lager verfügbar.